Samstag, 22. mai 2010
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22
/05
/2010
14:40
Immer wenn alles gut zu laufen scheint, mache ich irgendetwas und zerstöre alles. Irgendwie empfinde ich mich als destruktives Wesen, welches sich nicht selbst erlaubt glücklich zu sein. Ich hole
mir meinen Selbstwert, meine Anerkennung und mein Glück über das Lob das ich durch andere erhalte. Mir wird Respekt gezollt für mein Grundverständnis der Anatomie und ähnlichem und mir wird
gedankt wenn ich mit jemanden aus meiner Klasse etwas erkläre oder mit jemanden lerne, aber die grundlegendste Frage (das meint zumindest mein Therapeut) sollte eigentlich sein: „Was will ich?“
Will ich wirklich immer jemanden helfen, nett, freundlich, zuvorkommen und höflich sein, oder will ich einfach mal ein „Arschloch“ sein und meinen Egotrip durchziehen?
Die Antwort darauf lautet wohl ja, denn zu Leuten die mich besser kennen bin ich in einem Zug hilfsbereit und zuvorkommend und im anderen sarkastisch und ironisch. Ich hasse es die Kontrolle über
mein Leben zu verlieren und deswegen versuche ich nach aussen hin es immer allen recht zu machen und keinen zu verletzten und leider vergesse ich dabei immer darauf was ich eigentlich will. Die
einzige Möglichkeit „mich selbst“ auszuleben war es bisher immer in eine fremde Welt, also in ein Onlinerollenspiel einzutauchen, denn dort läuft alles unter der Anonymität des Internets. Vor
einiger Zeit habe ich jedoch dieses zu sehr zeitintensive und süchtig machende Hobby zur Seite gelegt um den – momentan nicht vorhandenen Sommer – zu genießen und kurz darauf bin ich wieder ein
„schwarzes Loch“ gefallen.
Die einzige Möglichkeit sich einmal daneben benehmen zu können scheint derzeit für mich Alkoholabusus zu sein und ebenso sehr wie ich mich dadurch teilweise ausleben kann verachte ich mich am
nächsten Tag für die blöden Situationen die zur späten Stunde entstanden sind. Es passieren einfach Dinge unter Alkoholeinfluss, die mir Angst machen, dass mein Leben den Bach runter geht. Mir
kommt es vor als ob immer meine Familie, meine Freunde und meine berufliche Zukunft darunter leiden und irgendwann wird etwas passieren, was mir meine ganze Zukunft versauen wird. Egal mit wem
ich darüber rede und über diesen oder jenen Vorfall berichte, jeder meint: „Halb so wild, du warst ja eben betrunken“, aber selbst kann ich mir keine Fehler verzeihen,…
von teh
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Mittwoch, 16. september 2009
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16
/09
/2009
09:42
Nichts ist es geworden mit einem neuen Artikel und dafür entschuldige ich mich (mal wieder). Derzeit habe ich frei und bin immer beschäftigt, aber meistens treibe ich mich in irgendwelchen
Onlinewelten herum und habe "keine Zeit" mehr für meinen Blog. Am ersten Oktober beginne ich mit der Ausbildung zum dipl. Gesundheits- und Krankenpfleger worauf ich mich schon sehr freue und hoffe,
dass sich dann wieder etwas ändern wird.
von teh
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Mittwoch, 19. august 2009
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19
/08
/2009
09:03
Nach langer Zeit werde ich entweder noch heute oder eventuell morgen einen neuen Artikel veröffentlichen... hoffentlich.
von teh
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Montag, 27. juli 2009
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27
/07
/2009
11:49
Ich glaube ich war noch nie so wütend, aggressiv, traurig, deprimiert und hoffnungslos zugleich wie in gerade diesem Augenblick indem ich diese Zeilen hier schreibe und ich weiß auch nicht wie ich
all diese Gefühle ausdrücken soll...
von teh
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Freitag, 24. juli 2009
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24
/07
/2009
20:40
ist der Titel eines wundervollen Songs von einer Band namens "The Fray", aber um diese Band bzw. um diesen Song soll es sich in diesem Artikel nicht drehen, auch wenn der Textinhalt des Songs
meine Sorgen bzw. Ängste behandelt.
Ich kann nicht beschreiben wie schlecht ich mich momentan fühle, den so habe ich vorher noch nie gefühlt. Komplett machtlos, dreckig und nutzlos. Es fühlt sich für mich so an, als ob alles was
ich tue, mache, denke oder woran ich glaube einfach falsch ist und ich nie etwas richtig mache. Vor allem schaffe ich es nicht jemanden zu helfen und das ist es eigentlich was ich will: anderen
Leuten helfen, aber ich schaffe es nicht einmal mir selbst zu helfen. Egal wie sehr ich mich bemühe, wie sehr ich mitfühle - ganz egal ob ich mein bestes gebe oder nicht - es hilft keinem. Und es
hilft auch mir nicht, mich für Sachen verantwortlich zu machen bzw. zu fühlen für die ich wahrscheinlich nichts kann, doch genau das mache ich heute schon den ganzen Tag. Meine Gedanken drehen
sich um die Fehler die ich vielleicht gemacht haben könnte und noch machen werde und die Entscheidungen und Dinge die daraufhin passiert sind bzw. noch passieren werden.
Derzeit bin ich im Praktikum im Altersheim und ein Bewohner stirbt. Methastasen im ganzen Körper, andauernde Schmerzen und komplette Zuruckgezogenheit. Heute war ich das erste mal bei ihm im
Zimmer, da ich normalerweise immer auf der anderen Seite arbeite und was ich gesehen habe, hat mich geschockt.
Sein Körper stirbt, doch er selbst ist schon tot. Keine Freude am Leben, keinen Hunger, keinen Durst, keine Freude an der Sonne, am Regen - keine Freude an irgendetwas. Seine Augen sind leer und
starr auf unbedeutende Punkte wie zB den Flaschenverschluss gerichtet. Das einzige andem man erkennt, dass er noch lebt sind die gleichmäßigen Bewegungen seiner Brust beim Atmen. Ich habe heute
alles unternommen um zu ihn durchzukommen - ohne erfolg. Natürlich kann ich nicht erwarten, dass ich heute in sein Zimmer spazieren kann und ihm die Freude am Leben zurückgeben kann und doch habe
ich es gehofft bzw. erwartet und umso enttäuschter bin ich jetzt.
Es ist die Frage die mich beschäftigt: "Wie rettet man ein Leben? - How to save a live?", den bisher hatte ich keinen Erfolg und es sind schon soviele Menschen gegangen.
Warum habe ich nicht gemerkt, dass mein Bruder nicht mehr Leben will? Weshalb konnte ich ihm nicht helfen? Wieso konnte ich sein Leben nicht retten? Noch nie haben mich diese Fragen mehr gequält
wie heute. Und nicht nur auf meinen Bruder bezogen quälen sie mich, sondern auch auf die anderen vier Menschen die sich umgebracht haben und die ich kannte - den einen mehr den anderen weniger
und dich habe ich sie alle gekannt und kurz vor ihrem Tod gesehen.
Es muss Anzeichen dafür geben wenn ein Mensch kurz davor steht seinem Leben ein Ende zu bereiten. Es muss einfach so sein. Ich erwarte nicht, dass andere diese Anzeichen erkennen, aber ich
erwarte es von mir selbst und ich weiß nicht warum.
Auf dem Grabstein meines Bruders steht "Was ist die Antwort?" "Was ist die Frage?" Ich weiß beides nicht und daran drohe ich zu verzweifeln...
von teh
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